
Instandsetzung Wohnhaus Adlisberghof, Zürich
Das Wohnhaus des Landwirtschaftsbetriebs Adlisberghof wird saniert und umgebaut. Das Gebäude hat einen grossen denkmalpflegerischen Wert, welcher bei der Planung der Massnahmen im Mittelpunkt stand.
Das Wohnhaus des Landwirtschaftsbetriebs Adlisberghof besteht aus einem Bohlenständerbau von 1579 und einem Anbau von 1829. Der schlechte bauliche Zustand machte eine umfassende Sanierung notwendig. Neu entstehen zwei Wohnungen, gemeinschaftliche Räume sowie ein unbeheiztes Tenn und ein gedeckter Vorplatz.
Die Basis des neuen Tragwerks bildet eine durchgehende Betonbodenplatte als Abdichtung gegen das Erdreich. Unter den historischen Bohlenständerwänden geht sie in einen Sichtbetonsockel über, der die stark geschädigten alten Sockelteile ersetzt. Für den Einbau der Bodenplatte unter den bestehenden Wänden musste das Gebäude abschnittsweise gespriesst und unterfangen werden.
Viele Holzelemente waren stark beschädigt. Ziel war es, die historische Struktur zu erhalten und nur statisch notwendige Erneuerungen vorzunehmen.
Alle Bohlenständerwände wurden einseitig aufgedoppelt, sodass die Anforderungen an den Schall- und Brandschutz erfüllt sind. Ein grosser Teil der Decken musste ertüchtigt werden, da sie zu geringe Tragreserven, ungenügenden Feuerwiderstand oder keine Scheibenwirkung aufwiesen. Statische Defizite in Unterzügen und im Dachstock wurden unter Berücksichtigung des dankmalpflegerischen Wertes der Liegenschaft behoben.
Im Erdbebenfall wirken die alten und die neuen Wände zusammen und leiten die horizontalen Kräfte kontrolliert in die Bodenplatte ab.
Visualisierung: © Ryf Partner Architekten









